das passiert öfter. Eine Mischung aus Ärger, aber auch Trauer und Wut hält mich wach. Der Tag war nicht so toll.
Nachdem ich die Einladung zum Vorstellen bei einem Ausbilder in der Physiotherapie hatte, durfte ich feststellen, dass die Bedingungen des Instituts recht familienunfreundlich waren.
Im Gegensatz zu anderen Ausbildern sind dort in allen Ausbildungsjahren die 30 Urlaubstage FESTGELEGT. Es besteht also keinerlei Möglichkeit, die freien Tage in die Schulferien zu legen, und so die Betreuung meiner Kinder in dieser Zeit zu übernehmen, die mich in der Ausbildung ohnehin deutlich weniger sehen werden als derzeit.
Sowas finde ich absolut unmöglich, und die Begründung auch nicht haltbar, da andere Institutionen es durchaus hinbekommen, bei gleicher oder größerer Anzahl an Auszubildenden den Großteil der Urlaubstage frei verfügbar zu lassen und die festgelegten Tage in der Regel in den Sommerferien liegen.
Dazu kommt, dass einige der Orte für die praktische Ausbildung deutlich weiter weg liegen, als die Schule, was aber nicht für alle Azubis so sein wird – nur ein Teil der Azubis muss dann über Monate deutlich weiter fahren, als die anderen. Diejenigen, die über Führerschein und Auto verfügen, womit ich dann ein Kandidat für deutlich verlängerte Fahrtzeit und höhere Spritkosten wäre – die ich selbst zu tragen habe.
Am liebsten hätte ich das Bewerbungsgespräch direkt verlassen, nachdem ich dies erfuhr.. da ich aber bisher noch keine andere Stelle in Aussicht habe, warte ich nun ab und hoffe, dass ich bei den anderen Ausbildern einen Platz bekomme, und hier absagen kann. Wobei ich dann auch deutlich machen möchte, dass ich es unmöglich finde, dass zwar auf junge Azubis aufgrund ihres geringen Einkommens Rücksicht genommen wird in Bezug auf Autofahrt und Urlaub ausserhalb der Hauptferienzeiten („da können sie dann günstiger in den Urlaub“), Eltern dagegen einfach mal Pech gehabt haben, und man aufgrund der Tatsache, ein Auto und Führerschein zu haben, zusätzlich Zeit verliert und zur Kasse gebeten wird. Da wundert man sich, weshalb so viele die Ausbildung abbrechen(um die 50%)… Idioten.
Wobei Idioten noch zu freundlich ist. Übrigens ist die Person, die die Entscheidung über all dies trifft, weiblich. Man hätte eigentlich hoffen können, dass eine Frau mehr Verständnis für die Situation von Müttern und Familie hätte, aber das Gegenteil ist hier leider der Fall.
Ansonsten habe ich heute noch eine Hospitation für meine Ausbildung im Rehasport abbrechen müssen. Ich war letzte Woche sehr stark erkältet, mittlerweile allerdings nicht mehrund war nicht 100% sicher, ob ich nicht mehr ansteckend bin, also bin ich, wie in den Hospitationen zuvor, mit FFP2 Maske zum Hospitieren und habe die Übungsleiterin darüber informiert, da die Teilnehmer hochaltrig und Risikogruppe sind. Darauf hin hat die Frau mich aus dem Kurs gebeten, weil sie es nicht verantworten könne, dass ich ihre Teilnehmer (mit FFP Maske und vor dem Kurs desinfizierten Händen) anstecken würde. Das hätte ich ja verstehen können, wenn die Frau selbst nicht gerade vorher ihren Teilnehmern erzählte hätte, dass der Kurs die Woche vorher ausfallen musste, weil sie selbst krank und angeschlagen war..also vom Gesundheitszustand ungefähr da war, wo ich gerade bin, mit dem Unterschied, dass SIE keine Maske trug und potenziell deutlich ansteckender sein konnte.
Ich fand das dermaßen unmöglich, dass ich mich wirklich geärgert habe. Plus die Tatsache, dass mir nun noch eine Stunde fehlt, und die beiden regionalen anderen Anbieter, zu denen ich alternativ könnte, leider Weihnachtsfeiern haben, und ich nun nochmal ein gute Stunde Fahrtzeit für den letztmöglichen Anbieter morgen Nachmittag habe..die Dame von diesem Kurs kannte ich glücklicherweise aus meiner letzten Hospitation im Bereich Neurologie, und diese hatte mich auch eingeladen, im Lungensport zu hospitieren. Und NATÜRLICH trage ich morgen ebenfalls FFP2 Maske, weil ich nicht riskieren mag, jemanden anzustecken..
Ich glaube, am meisten verletzt hat mich die Unterstellung, die Sicherheit der Teilnehmer zu gefährden, noch dazu von jemanden, der selbst die Sicherheit der Teilnehmer gefährdet..also etwas unterstellt zu bekommen, was ich nie bewusst tun würde, von einer Person, die gleichzeitig genau das tut, was sie mir unterstellt.
Doppelmoral..
Und dann im Auto die Realisierung, dass die Stunde, die ich eigentlich hospitieren wollte, nicht fachgerecht ausgeführt wird. Der Gefäßsport sollte eigentlich mit Gehtraining gefördert werden, in dem höchstens 20qm großen Räumchen standen aber schon mehrere Stühle, und freies, längeres Gehen, wie mir im Seminar als notwendig vermittelt wurde, wäre gar nicht möglich gewesen. Die Übungsleiterin hätte dort einfach eine Stunde Hockergymnastik angeboten, die man sonstwo einfach im Seniorensport besuchen könnte..was auch erklärt, warum diese Stunde über private Gebühren und nicht Verordnung vom Arzt abgerechnet wird. Die Kasse würde für diese Stunde nämlich nicht die Kosten übernehmen..
Alles in allem ein großer Zeitverlust für mich heute. Das Deprimierende, im Schlimmstenfall in dem Institut, was so Familienfeindlich ist, die Ausbildung machen zu müssen, plus eben der zusätzliche Ärger durch die vermasselte Hospitation, die mich nun morgen 3 weitere Stunden Zeit kosten wird, da ich nochmal woanders hin fahren muss, obwohl meine Lernzeit aufgrund meiner Erkältung letzte Woche schon verkürzt ist..
zuviel Ärger an einem Tag.